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Die Geschichte des Jean-Pierre Eckert
Film: Das Training am "Delta-Talker" Film "RTL Guten Abend": Jean-Pierre Im Übrigen hat Frau Eckert genug Geld gesammelt und ist mit ihrem Sohn nach Amerika geflogen. Vom 03.11.2003 bis zum 14.11.2003 fand die Therapie in Florida "Key Largo" statt. Die Delfin-Therapie soll nun auch mit einem kleinen Film auf dieser Seite näher beschrieben werden. Film "RTL Guten Abend": Delfin-Therapie Film: Therapie in der Praxis mit Angela und Hund Apachi Film: Tiergestützte Therapie (Mitschnitt Praxis) Die Therapie in der Praxis für Ergotherapie Bevor ich die Therapie von Jean-Pierre näher beschreibe (wozu ich die ausdrückliche Erlaubnis der Mutter habe), kann ich sagen, dass es die umfangreichste Behandlung war und ist, die ich je einem Kind zukommen ließ. Dieses ergibt sich aus der Problematik von Jean-Pierre, die Sie auch aus dem ersten Filmbeitrag Film aus RTL Guten Abend: Jean-Pierre entnehmen können. Geschichte: Seit Februar 2000 behandle ich Jean-Pierre in der Ergotherapie-Praxis in Wildeshausen. Im Rahmen einer Befundung nach Beobachtungen im Spiel und in Übungen hatte ich unter anderem folgende Aussagen in einem Bericht festgehalten. Krankheitsbild: Am 24. September 1996 wurde im Klinikum der Philips-Universität Marburg die Diagnose: Hyperprostaglandin-E-Syndrom bzw. antenatal Variante des Bartter-Syndroms gestellt. In der Anamnese erfüllte Jean-Pierre eine Reihe von Kriterien, so z. B. lag bereits pränatal ein Polyhydramnion bzw. eine fetale Polyurie vor, die postnatal fortbestand mit erheblichem Elektrolytverlust und vorübergehendem Nierenversagen, weiterhin Hyperkalziurie mit Nephrokalzinose und Hypo- bis Isosthenurie. Gleichzeitig lag ein Hyperaldosteronismus, Hyperreninismus und eine mäßige Hyperprostaglandinurie vor. Dieses Krankheitsbild führte zu einer ausgeprägten Dystrophie. Das Körpergewicht ist immer noch vermindert. Körpergröße und -gewicht entsprechen nicht den eigentlichen Werten in dem entsprechenden Alter. Die Folge ist eine motorische und sprachliche Retardierung. Die kognitiven und intellektuellen Möglichkeiten sind besser als das sprachliche Produktionsvermögen. Die Dystrophie bildete eine motorische Entwicklungsverzögerung aus. Behandlung in der Praxis: Hieraus ergab sich in der Praxis eine Behandlung, die erst einmal nur das Ziel verfolgte, den Grundtonus von Jean-Pierre zu erhöhen und die Gesamtkörperkoordination auszubauen. Dieses wurde durch Bewegungsübungen (im einzelnen: Körperschemaübungen aus der Moto-Therapie), durch freies Spielen (angelehnt an die Psychomotorik) und durch Therapien angelehnt an das SI-Therapie-Modell von Dr. Jean-Ayres erreicht. Diese Behandlungen wurden angewandt unter dem Begriff: sensomotorisch-perzeptive Behandlungen. Wir hatten in dieser Behandlungsphase schnelle und durchgreifende Erfolge, die Jean-Pierre unter anderem auch "Fit" für die Delphintherapie gemacht haben. Darüber hinaus sollte nach ungefähr einem Jahr auf das Kommunikationsproblem von Jean-Pierre eingegangen werden. Das wurde unter deshalb notwendig, da Jean-Pierre nur 50 Worte sprechen konnte, die aus zweisilbigen Lauten bestanden. In der Förderschule wurde man auf Jean-Pierres Sprachverhalten aufmerksam. Man stellte ein Interaktionsdefizit mit den anderen Schülern fest. Außerdem war auch die Einbindung im Unterricht etwas unsicher, da Jean-Pierre zwar sehr kreativ anfing zu gestikulieren, aber das war für die anderen nicht immer klar verständlich. Hier entschieden sich die Mutter und ich für dann für den Delta-Talker, der zu der Zeit didaktisch und technisch das know-how bot. Ein zufälliger weiterer Vorteil dieses Gerätes war neben der Benutzung gut durchdachter Ikonen und dem so genannten Meanspeak, die deutsche Grammatik. Dieses Deutsch-Programm ermöglichte nämlich Jean-Pierre neben der Nutzung des Talkers, auch eine Einführung in die deutsche Schriftsprache. Das Gerät zeigte sich als äußerst effektiver Talker, der in der Schule und im Deutschunterricht, beim Lesen auch als Sprachgenerator eingesetzt werden konnte. Leider muss man aber auch die negativen Seiten des Gerätes mal erwähnen. Dieses Gerät ist aus der heutigen Sicht zu schwer und inzwischen technisch den heutigen Rechnern zurück (die Sprachausgabe bei den Geräten im Durchschnitt besser). In der Praxis wurde so neben den Bewegungseinheiten, Einheiten zur Erlernung des Umganges mit einem Kommunikationsgerät angeboten. Film: Das Training am "Delta-Talker" Heute sind wir bei Jean-Pierre in eine interessante Phase gekommen. Nach der Therapie in Amerika, soll neben dem Training mit dem Talker (dieses findet nur noch in der Schule statt), das Makaton vermittelt werden. Dieses ist der motorische Zugang zur Sprache (durch die Produktion der Anlaute der Worte) in Verbindung mit Gestiken. Zu dem stellt es in Zukunft eine Möglichkeit der Kommunikation durch Gestiken in einer Vereinheitlichung dar. Die Sprachtherapeuten in Amerika haben die praktizierte Therapie bei mir in der Praxis als ausgewogen und richtig bezeichnet. Auch sollte die Arbeit am Talker weiter beibehalten werden. Nun sollte aber die Bewegungstherapie ersetzt werden durch die Lautgebärdensprache "Makaton". Die Lautanbahnung und die spätere Kommunikationsfähigkeit soll davon abhängig gemacht werden. Darüber hinaus sollte Jean-Pierre auch von einer Sprachtherapeuten behandelt werden. Der Einsatz der Lautgebärden soll so häufig wie möglich trainiert und angewandt werden. Für uns hat sich die Frage gestellt, wie wir einem Jungen, der auch vor der Ergotherapie ständig in Behandlung gewesen ist, weiter fleißig arbeitet ohne den "Innerdrive" (eine Mischung aus Antrieb und Motivation) zu verlieren. Die Lösung war, die Therapie wie in Amerika mit Tieren begleitet laufen zu lassen. Die Berichte und Filme aus Florida hatten uns ja nun gezeigt wie erfolgreich der Einsatz von Tieren in der Therapie ist. Und aus deutschen Gefilden ist man sich der Bedeutung der Hipotherapie auch im Klaren.
Film: Therapie in der Praxis mit Angela und Hund Apachi So informierte sich Frau Eckert und bemühte sich um geschulte Hunde und fand einen Verein, in denen sich Hundeführer vereinigt hatten um anderen Menschen zu helfen. Wir haben nach dem amerikanischen Vorbild dann, die Therapie übertragen und in der Praxis nachempfunden.
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